Vor kurzem hat mich mein Garten mal wieder zur Verzweiflung gebracht. Blattläuse hatten sich über meine schönen Rosen hergemacht. Und zu allem Überfluss zeigten sich auch noch schwarze Flecken auf den Rosenblättern.
Dass Rosen gleich mehrere Gesundheitsprobleme gleichzeitig haben, ist keine Seltenheit. Denn werden die Pflanzen durch Schädlinge geschwächt, haben Pilzkrankheiten wie Rosenrost oder Sternrußtau leichtes Spiel. Das gilt auch umgekehrt: Sind Rosen von Pilzen befallen, verbreiten sich Schädlinge leichter.
Weil ich kein Fan von Chemie im Garten bin, habe ich nach einer natürlichen Lösung gesucht, um zu aller erst einmal die Blattläuse loszuwerden. Und ich habe sie gefunden.
Garten-Profis schwören auf den natürlichen Feind der Blattläuse: Marienkäfer. Ja, richtig gelesen! Die kleinen gepunkteten Helfer sind wahre Superhelden im Garten.
Warum bekämpfen Marienkäfer Blattläuse?
Warum gerade Marienkäfer? Ganz einfach: Marienkäfer haben Blattläuse zum Fressen gern. Laut dem Umweltbundesamt verputzt ein einzelner Käfer pro Tag 50 bis 150 der Schädlinge. Noch gefräßiger sind Marienkäferlarven. Bis zu ihrer Verpuppung vertilgen sie sogar 400 bis 600 Blattläuse.
Sie sind wie kleine Staubsauger, die deine Pflanzen blitzblank putzen. Und das Beste daran? Du selbst musst überhaupt nichts tun.

Wie komme ich an Marienkäfer?
Marienkäfer kommen natürlicherweise im Garten vor. Du kannst die Tiere mit einer Reihe von Pflanzen anlocken. Dazu zählen zum Beispiel Schafgarbe, Dill oder Ringelblumen.
Wenn du eine akute Blattlaus-Plage im Garten hast, dann solltest du zusätzlich Marienkäferlarven kaufen, um die Population schnell zu erhöhen.
Gefräßige Siebenpunkt-Marienkäfer bekommst du zum Beispiel online hier bei Amazon.*
Achte darauf, die Käfer behutsam auf die befallenen Pflanzen zu setzen, damit sie sofort mit der Arbeit beginnen und sich das Blattlaus-Festmahl schmecken lassen können.
Auch diese Insekten vertilgen Blattläuse
Aber Marienkäfer sind nicht die einzigen Verbündeten, die du im Kampf gegen Blattläuse rekrutieren kannst.
Auch Florfliegen und Schlupfwespen sind wahre Blattlaus-Killer. Diese kleinen Nützlinge erledigen die Drecksarbeit für dich, während du entspannt deinen Garten genießen kannst.
Extra-Tipp: Mit einem Insektenhotel, das du in der Nähe des betroffenen Beetes aufstellst, kannst du den Blattlaus-Vernichtern ein gemütliches Zuhause bereitstellen.
Deshalb ist die Fress-Methode so genial
Die Fress-Methode gegen Blattläuse ist nicht nur unglaublich effektiv, sondern auch noch umweltfreundlich und nachhaltig.
Du vermeidest chemische Mittel, die nicht nur die Schädlinge, sondern auch die nützlichen Insekten und oft sogar die Pflanzen selbst schädigen können. Stattdessen setzt du auf die Kraft der Natur.
Ich hoffe, dass dir der Tipp helfen wird, die Blattläuse loszuwerden!
Übrigens: Es gibt eine Reihe von Pflanzen, um die Blattläuse einen Bogen machen oder die sie sogar vertreiben. Hier kommen pflegeleichte Schönheiten, die gegen Schädlinge helfen können:

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Lavendel sieht nicht nur schön aus und ist pflegeleicht, sondern hält mit seinem Duft auch Schnecken fern.

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Frauenmantel kann als pflegeleichter Bodendecker gesetzt werden, der als Schneckenschutzzaun wirkt.

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Rainfarn (Tanacetum vulgare) ist eine mehrjährige Pflanze, die in vielen Teilen der Welt wild wächst. Sie bevorzugt sonnige Standorte und ist pflegeleicht.

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Mediterrane Pflanzen wie Rosmarin, Thymian und Salbei brauchen wenig Wasser und gedeihen auch in praller Sonne prächtig. Noch dazu halten sie Schnecken fern.

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Mädchenauge gedeiht an sonnigen Standorten mit durchlässigem Boden. Pflegeleicht aufgrund seiner Anpassungsfähigkeit an verschiedene Boden- und Klimabedingungen.

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Fetthenne bevorzugt sonnige Standorte mit gut durchlässigem Boden. Sie hat eine hohe Trockenheitstoleranz und geringe Ansprüche an die Bodenqualität.

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Katzenminze bevorzugt sonnige Standorte mit gut durchlässigem Boden. Sie muss selten gegossen werden.

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Rosmarin bevorzugt sonnige Standorte mit gut durchlässigem Boden. Er ist resistent gegenüber Schädlingen und braucht nur wenig Wasser.