Kennst du das? Dein Lieblings-T-Shirt oder die kuscheligen weißen Handtücher sehen nach ein paar Wäschen plötzlich nicht mehr so frisch aus, sondern haben einen unschönen Grauschleier bekommen? Super ärgerlich! Schließlich soll Weißes auch wirklich weiß bleiben.
Doch warum passiert das eigentlich – und was hilft wirklich? Stiftung Warentest hat sich das Ganze genau angeschaut, und das Ergebnis ist eindeutig: Die meisten Hausmittel bringen nicht viel, aber zwei Methoden wirken wirklich.
Warum wird weiße Wäsche grau?
Der Grauschleier entsteht oft durch folgende Fehler beim Waschen:
Falsches Waschmittel: Flüssigwaschmittel oder Gelkapseln enthalten oft keine Aufheller oder Bleichmittel, die Weißes wieder strahlen lassen.
Zu wenig Waschmittel: Wird zu sparsam dosiert, bleiben Schmutzpartikel in der Wäsche hängen und setzen sich wieder auf den Fasern ab.
Bunte und weiße Wäsche mischen: Selbst ganz helles Buntes kann feine Farbpigmente abgeben – und schon sieht dein Weiß nicht mehr so frisch aus.
Lesetipp: Nie wieder zu wenig weiße Wäsche für eine Maschine – 5 Tricks
Zu niedrige Temperatur: Fett- und Schmutzreste lösen sich bei kaltem Wasser nicht richtig und setzen sich fest.
Weiße Wäsche mit Grauschleier: Was hilft wirklich?
Es gibt unzählige Haushaltstipps, die versprechen, weiße Wäsche wieder zum Strahlen zu bringen. Stiftung Warentest hat die gängigsten davon getestet – mit überraschendem Ergebnis. Nur diese zwei Mittel helfen wirklich:
1. Wäsche-weiß-Tücher
Diese speziellen Tücher (hier bei Amazon bestellen)* enthalten optische Aufheller, die sich beim Waschen auf die Fasern legen und die Wäsche dadurch heller erscheinen lassen. Der Grauschleier wird kaschiert, die Wäsche sieht direkt frischer aus. Allerdings wird dabei nur die Optik verbessert – die Schmutzpartikel, die überhaupt zu dem Grauschleier geführt haben, bleiben in den Fasern.
2. Ein gutes Vollwaschmittel in Pulverform
Laut Stiftung Warentest ist ein hochwertiges Vollwaschmittel-Pulver die beste Wahl, um weiße Wäsche langfristig strahlend zu halten. Es enthält Tenside für die Schmutzentfernung sowie Bleichmittel und optische Aufheller gegen Vergrauung. Wichtig: Immer richtig dosieren, denn zu wenig Waschmittel sorgt dafür, dass sich Schmutzpartikel wieder absetzen.
Finger weg von Zitronensaft & Backpulver!
Viele schwören auf Hausmittel wie Zitronensaft oder Backpulver, um vergraute Wäsche wieder aufzuhellen. Doch Stiftung Warentest konnte keine große Wirkung feststellen. Weder das Einweichen in Zitronensäure noch das Waschen mit Backpulver brachte den gewünschten Erfolg. Auch Chlorreiniger sind keine gute Alternative – sie belasten die Umwelt und können die Stoffe angreifen.
So bleibt Weißes wirklich weiß
Damit deine weiße Wäsche gar nicht erst vergraut, helfen diese einfachen Tricks:
- Nur Weiß mit Weiß waschen
- Ein gutes Pulver-Vollwaschmittel verwenden
- Die richtige Temperatur wählen – mindestens 40 °C, besser 60 °C (je nach Material)
- Waschmittel nicht zu sparsam dosieren – sonst setzt sich Schmutz wieder auf den Fasern ab
- Wäsche-weiß-Tücher als Extra-Boost – helfen optisch, ersetzen aber kein gutes Waschmittel
Vergraute Wäsche wieder strahlend weiß zu bekommen, ist schwer – aber mit den richtigen Methoden möglich. Wie siehst du das? Hast du die hier vorgestellten Tipps bereits ausgetestet oder schwörst du auf ein ganz eigenes Hausmittel? Schreibe uns deine Tipps gerne bei Facebook oder Instagram.
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