Inhaltsverzeichnis
- Antipasti-Zutaten: Fleisch, Fisch und Gemüse
- Antipasti und Tapas: Was ist der Unterschied?
- So einfach könnt ihr Antipasti selber machen!
- Antipasti einlegen und haltbar machen
- Antipasti-Rezepte: Von klassisch bis ausgefallen
- 1. Antipasti-Pfanne: Gegrilltes Gemüse aus dem Ofen
- 2. Antipasti-Rezept: selbst eingelegte Artischocken
- 3. Antipasti selber machen: Pilz-Carpaccio mit Pesto
- 4. Antipasti-Rezept: Caprese mit Mango
- 5. Antipasti-Rezept: Bruschetta mit Erdbeeren und Tomaten
Antipasti sind die perfekte Vorspeise: Klein, leicht und oft mit nur einem Happs im Mund. Dabei machen die italienischen Appetizer nicht satt, sondern Lust auf Mehr. Zumindest, wenn man es schafft, sich nicht direkt daran den Bauch vollzufuttern.
Genau wie spanische Tapas und orientalische Mezze sind Antipasti heutzutage äußerst gesellig. Als bunte Platten und Buffets laden mehrere Antipasti zum Selbstbedienen und Teilen ein. Beliebteste Beilagen: frisches Ciabatta oder knusprige Grissini.
Im Video: Rezept für selbst gemachte Focaccia
Anders als die meisten Tapas werden Antipasti in der Regel kalt gegessen. Deshalb lassen sie sich bequem als Partyfood vorbereiten. Reste vom Vortag bieten sich ebenfalls an, um Antipasti selber zu machen. Frittiert, mariniert oder eingelegt bekommen Gemüsereste und Co. als Vorspeise ein neues Leben.
Antipasti-Zutaten: Fleisch, Fisch und Gemüse
Neben Meeresfrüchten und Fisch landet auf der tierischen Seite vor allem luftgetrockneter Schinken auf dem Antipasti-Teller. Während bei Tapas eine Armada von Hart- und Weichkäse zur Auswahl steht, beschränken sich Antipasti lieber auf italienische Sorten – allen voran Mozzarella. Und Pecorino. Und Parmesan – Entschuldigung, Parmigiano-Reggiano natürlich.
Das Schöne: Selbst als Vegetarier oder Veganer könnt ihr Antipasti selbst zubereiten. Dem vielen Gemüse sei dank! Dabei eignen sich diese Gemüsesorten am besten für Antipasti:
- Aubergine
- Paprika
- Tomate
- Zucchini
- Oliven
- Artischocke
- Spargel
Auch diese Antipasti-Zutaten dürfen nicht fehlen:
- Knoblauch
- Öl (Oliven- oder Rapsöl)
- Basilikum
- Thymian
- Oregano
- Rosmarin
- Aceto Balsamico
Antipasti und Tapas: Was ist der Unterschied?
Tapas kommen aus Spanien und Antipasti aus Italien. So viel ist klar. Beim Blick auf die Zutatenliste fällt jedoch auf, dass es viele Gemeinsamkeiten zwischen den beiden Nationalhelden gibt.
Der Unterschied zwischen Antipasti und Tapas ist ein alter und liegt wohl in der ursprünglichen Esskultur. Denn während Antipasti (italienisch für „vor der Mahlzeit“) ihren festen Platz als Vorspeise eines Gänge-Menüs haben, gelten Tapas als eigenständige kleine Mahlzeit.
Die Grenzen sind allerdings fließend. Antipasti sind sozialer geworden und heute auch, losgelöst von einer bestimmten Speisefolge, ein beliebter Snack zwischendurch.
Im Video: Tomaten-Antipasti-Creme zubereiten
So einfach könnt ihr Antipasti selber machen!
Eine besonders einfache Möglichkeit, Antipasti selber zu machen, ist, das marinierte Gemüse nicht einzeln, sondern zusammen auf einem Blech zu grillen. Dafür fettet ihr nicht nur die Zutaten, sondern auch das Backblech, damit nichts im Ofen anbrennt. Einziger Nachteil: Ihr könnt keine unterschiedlichen Marinaden für Paprika, Pilze oder Peperoni einsetzen.
Das gegrillte Gemüse aus der Antipasti-Pfanne könnt ihr als bunten „Salat“ in Schälchen servieren oder zu dekorativen Antipasti-Spießen auf Schaschlikspießen aufreihen. Oder ihr zieht die Haut von eurem Grillgemüse ab und püriert euch daraus ein leckeres Pesto. Ebenfalls beliebt: Peperoni oder Spitzpaprika mit würzigem Feta oder cremigem Frischkäse füllen.
Im Video: Rezept für pikantes Tomaten-Antipasti-Pesto
Antipasti einlegen und haltbar machen
Um Antipasti haltbar zu machen, bietet es sich an, das gegrillte Gemüse einzulegen. Dazu schichtet ihr die einzelnen Antpasti in einem heiß ausgespülten Einmachglas und gebt dazwischen reichlich Oliven- oder besser Rapsöl. Die eingelegten Antipasti halten sich luftdicht verschlossen im Kühlschrank mehrere Tage.
Über Wochen hält sich das Gemüse, wenn ihr es nach dem Kochen oder Grillen mit Essig mariniert und dann erst in Öl einlegt. Alternativ könnt ihr die Antipasti in reinem Essig einlegen, um sie für mehrere Monate bis zu einem Jahr zu konservieren. Dazu kocht ihr einen Essig-Sud auf, beispielsweise aus 100 ml Branntweinessig, 160 g Zucker und 300 ml Wasser für 6 Paprikaschoten.
Tipp: Mit beigefügten Kräutern, wie frischen Thymian- oder Rosmarinzweigen und ganzen Knoblauchzehen, schmecken die selbst eingelegten Antipasti noch aromatischer.
Antipasti-Rezepte: Von klassisch bis ausgefallen
Damit ihr ab jetzt eure Antipasti selber zubereiten könnt, haben wir hier fünf einfache Rezepte für euch zusammengestellt. Die Auswahl reicht dabei von klassischem Ofengemüse und eingelegten Artischocken bis zu ausgefallenen Spielarten wie Bruschetta oder Caprese mit Früchten.
Viel Spaß beim Nachmachen und buon appetito!
1. Antipasti-Pfanne: Gegrilltes Gemüse aus dem Ofen
Grillgemüse ist nicht nur eine tolle Vorspeise, sondern auch eine geniale vegetarische Grillbeilage. Und das Beste: Ihr könnt die Antipasti nicht nur im Backofen, sondern auch nebenbei in einer Aluschale frisch auf dem Grill rösten.
Ihr braucht diese Zutaten:
Für 2 Personen
- 1 rote Paprika
- 1 gelbe Paprika
- 1 Zucchini
- 1 kleine Aubergine
- 4 halbe Artischockenherzen (aus dem Glas)
- 140 ml Olivenöl
- Saft einer halben Zitrone
- 2 EL Balsamico-Essig
- 3 TL Oregano (getrocknet)
- 2-3 Knoblauchzehen
- Meersalz und Pfeffer
1. Backofen auf 180 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen und ein Backblech mit Backpapier auslegen. Das Papier mit etwas Öl einfetten.
2. Aubergine, Zucchini und Paprika waschen. Paprika entkernen und in längliche Stücke schneiden. Aubergine und Zucchini in ca. 0,5 cm dicke Scheiben schneiden. Artischockenherzen abtropfen lassen.
3. Aus Öl, Essig und Zitronensaft eine Marinade herstellen. Knoblauch schälen und dazu pressen. Kräftig mit Salz, Pfeffer und Oregano würzen.
4. Gemüse mit der Marinade mischen und auf dem Backblech verteilen. 15-20 Minuten im Ofen backen. Ofen ausschalten und die Antipasti noch eine halbe Stunde bei gekippter Ofentür ruhen lassen.
2. Antipasti-Rezept: selbst eingelegte Artischocken
Natürlich könnt ihr eingelegte Artischocken direkt fertig im Supermarkt kaufen. Die selbst gemachten Antipasti schmecken aber deutlich aromatischer und sind frei von irgendwelchen Konservierungsstoffen. Zudem könnt ihr die Artischocken würzen, wie ihr mögt. Probiert es aus!
Ihr braucht diese Zutaten:
- 1 Dose Artischockenherzen
- 100 ml Olivenöl
- Saft einer Zitrone
- 2 Knoblauchzehen
- 2 EL Weißweinessig
- 1 TL Salz
- 1 TL schwarzer Pfeffer
- 1 TL italienische Kräuter
1. Artischocken abtropfen lassen. Knoblauch schälen und fein hacken.
2. Die restlichen Zutaten vermengen. Knoblauch und Artischocken dazugeben und gut durchmischen. Alles in ein mit kochendem Wasser ausgespültes Einmachglas geben und luftdicht verschließen. Eingelegte Artischocken über Nacht im Kühlschrank ziehen lassen.
Tipp: Wenn ihr frische Artischocken als Antipasti einlegen möchtet, kocht ihr diese zunächst in einem Sud aus 1 Liter Wasser, 100 ml Weißweinessig und Gewürzen eurer Wahl auf. Danach 30 Minuten garen lassen und anschließend wie beschrieben fortfahren.
3. Antipasti selber machen: Pilz-Carpaccio mit Pesto
Carpaccio aus hauchdünnem Rindfleisch ist schon was Feines. Leider aber ziemlich teuer. Weil rohes Fleisch außerdem nicht jedermanns Sache ist, haben wir euch ein Carpaccio-Rezept ausgesucht, das auch die Vegetarier unter euch freuen dürfte: Pilz-Carpaccio. Das geht schnell, ist bezahlbar und perfekt, um übriggebliebene Champignons zu verwerten.
Ihr braucht diese Zutaten:
Für 2 Personen
Für das Carpaccio
- 250 g frische Pilze (z. B. Champignons oder Steinpilze)
- 2 EL Pinienkerne
- 40 g gehobelter Parmesan
- 150 ml Olivenöl
- 1/2 Bund Basilikum
- 20 g Pinienkerne
- 20 g geriebener Parmesan
- 1-2 Knoblauchzehen
- Salz und Pfeffer
1. Die Pinienkerne (für Pesto und Carpaccio) ohne Butter in einer beschichteten Pfanne anrösten, bis sie duften und leicht golden werden.
2. Für das Pesto braust ihr das Basilikum kurz ab und tupft es trocken. Die Knoblauchzehen schälen und zusammen mit 20 g gerösteten Pinienkernen, Basilikum, Parmesan und Olivenöl im Mixer pürieren. Nach Geschmack mit Salz und Pfeffer würzen.
3. Die Pilze für das Carpaccio sorgfältig putzen und mit einem Messer oder einem Gemüsehobel in sehr dünne Scheiben schneiden. Auf zwei Teller verteilen. Mit 2 EL gerösteten Pinienkernen und gehobeltem Parmesan bestreuen und zusammen mit dem Basilikum-Pesto servieren.
Tipp: Alternativ könnt ihr Carpaccio mit Räucherlachs oder Rote-Bete ausprobieren.
4. Antipasti-Rezept: Caprese mit Mango
Der Klassiker unter den Antipasti ist Caprese mit Mozzarella und Tomaten. Warum nicht mal mit der Tradition brechen und statt Tomaten saftige Mango einsetzen? Der Schinken ist optional, macht das Antipasti-Rezept aber noch etwas herzhafter.
Ihr braucht diese Zutaten:
Für 2 Personen
- 1 reife Mango
- 2 Mozzarella
- 5 Scheiben Schinken (z. B. Parma oder Serrano)
- 10 Basilikumblätter
- 4 EL Olivenöl
- 1-2 Stängel Petersilie
1. Mango schälen und in mundgerechte Spalten schneiden. Mozzarella abgießen und jeweils längs in 5 Stücke schneiden. Petersilie und Basilikum abbrausen und trocken tupfen. Petersilie klein hacken.
2. Ein Blatt Basilikum auf jedes Mozzarella-Stück legen. Schinkenscheiben halbieren und mit jeder Hälfte ein Stück Mozzarella umwickeln.
3. Mangospalten und Schinken-Mozzarella-Röllchen auf zwei Tellern anrichten. Mit Olivenöl beträufeln und gehackte Petersilie darüber streuen.
Tipp: Wer es fruchtiger mag, nimmt statt Olivenöl süßen Mango-Essig als Dressing.
5. Antipasti-Rezept: Bruschetta mit Erdbeeren und Tomaten
Klassische Bruschetta mit klein geschnittenen Tomaten und einem würzigen Olivenöl-Dressing kennt vermutlich jeder. Für die sommerliche Variante geben wir einfach ein paar Erdbeeren dazu. Durch die rote Farbe sind die Früchtchen perfekt getarnt und beim Reinbeißen eine süße Überraschung.
Ihr braucht diese Zutaten:
Für 4 Personen
- 1 Ciabatta-Brot
- 180 g Erdbeeren
- 200 g Cocktail-Tomaten
- 1 Knoblauchzehe
- 3 EL Olivenöl
- 2 TL Balsamico-Essig
- Salz und Pfeffer
- frische Minze zum Servieren
1. Backofen bei 180 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen. Ciabatta in ca. 1 cm dünne Scheiben schneiden und mit etwas Olivenöl bestreichen. 10 Minuten auf dem Rost kross backen.
2. Währenddessen den Knoblauch schälen und fein hacken. Erdbeeren und Tomaten waschen. Anschließend Erdbeeren entstielen und Tomaten entkernen (sonst weicht das Brot zu schnell durch). Beides klein würfeln und in einer Schüssel mit Olivenöl, Balsamico, Knoblauch, Salz und Pfeffer abschmecken.
3. Ciabatta aus dem Ofen nehmen, kurz abkühlen lassen und dann gleichmäßig mit dem Erdbeer-Tomaten-Salat anrichten. Mit frischer Minze garnieren und genießen.
Tipp: Statt Erdbeeren könnt ihr auch Orangenfilets mit Tomaten mischen und das Ciabatta vorher mit Ziegenfrischkäse bestreichen. Eurer Fantasie sind beim Belegen der knusprigen Crostini keine Grenzen geboten!