Veröffentlicht inLiebe & Psychologie, Mein Leben

Mehr Platz, mehr Freude: Warum Entrümpeln glücklich macht

Lockig behaarte übergewichtige junge Frau mit Brille bindet weißes Hemd und bewundert Wahl vor großem Spiegel in stilvollem Zimmer Reflexion Ansicht stehen
© Adobe Stock/ Mariia Korneeva

So könnt ihr sinnvoll zu Hause ausmisten

Oftmals ist unser Zuhause vollgestopft mit Dingen. Einige, die wir mit Sicherheit brauchen, aber eben auch viele Dinge, die gar keinen Sinn für uns machen. Ausmisten hilft, hier den Überblick zu behalten und sich von unnützen Dingen zu trennen.

Ausmisten: Scheinbar derzeit en vogue, da die Menschen mehr Zeit in ihren eigenen vier Wänden verbringen. Da fallen einem plötzlich all die unnützen Dinge auf, die einem in der Wohnung tagtäglich das Leben schwer machen. Hier ein paar simple Tipps, wie es mit dem Ausmisten klappt.

Inhaltsverzeichnis

Man merkt es jedes Jahr aufs Neue: Im Winter verbringen die Menschen mehr Zeit zu Hause. Und mit der zusätzlichen Zeit kommt oft der Wunsch nach mehr Ordnung. Noch nie sind mir so viele Sperrmüllhaufen auf den Gehwegen, Kisten mit „Zu verschenken“-Schildern oder lange Schlangen vor Baumärkten aufgefallen.

Vielleicht wollen es sich die Leute einfach gemütlicher machen. Oder sie merken, wie viel unnützer Kram sich in den eigenen vier Wänden ansammelt. Und ich gebe zu: Minimalismus und Ausmisten sind für mich echte Herzensthemen!

Aber offensichtlich bin ich damit nicht allein – denn Entrümpeln ist längst ein Trend geworden.

Ausmisten: Team „Alles behalten“ oder Team „Weg damit“?

Grundsätzlich gibt es zwei Arten von Menschen, wenn es ums Ausmisten geht:

  • Die eine Fraktion tut sich schwer mit dem Loslassen. Alles hat einen Wert, könnte irgendwann noch nützlich sein – und wegwerfen? Bloß nicht!
  • Die andere Fraktion (zu der ich gehöre) ist das komplette Gegenteil. Meine Familie nennt es „zu schnell alles wegwerfen“ – ich nenne es Minimalismus. Selbst wenn ich woanders zu Besuch bin und kaum einen Platz für mein Glas finde, erwische ich mich dabei, innerlich schon aufzuräumen.

Falls du zum Jahresstart oder zum Frühjahrsputz auch mit dem Gedanken spielst, endlich richtig auszumisten, dann bleib dran. Hier kommen praktische Tipps, wie du dein Chaos in den Griff bekommst – und das Ausmisten endlich entspannt klappt!

Nach diesen Regeln solltest du aussortieren

Die „Ein Jahr nicht benutzt“-Regel? Nicht immer sinnvoll!

Der Tipp klingt erst mal logisch: Alles, was du ein Jahr nicht benutzt hast, kommt weg. Aber ehrlich gesagt finde ich das weder nachhaltig noch wirklich praktikabel. Würden wir das konsequent durchziehen, müssten wir rund 80 Prozent unseres Hausstands entsorgen – und das wäre ziemlich radikal.

Alles, was du ein Jahr nicht benutzt hast, einfach wegwerfen? Das ist oft nicht sinnvoll! Winterkleidung oder zeitlose Stücke können weiterhin nützlich sein. Trotzdem solltest du regelmäßig überprüfen, welche Dinge du wirklich brauchst.

Auch lesen: Digitaler Minimalismus: So entrümpelt ihr euer Smartphone

Frag dich: Macht mich dieser Gegenstand glücklich?

Eine Methode, die beim Entrümpeln wirklich hilft – und viel sinnvoller ist als die „Ein Jahr nicht benutzt“-Regel – stammt von Marie Kondo: Frage dich bei jedem Gegenstand, ob er dich glücklich macht.

Und mal ehrlich: Manche Dinge machen uns nicht glücklich, sondern regelrecht unglücklich! Besonders bei Fehlkäufen erwische ich mich oft dabei, dass ich mich jedes Mal ärgere, wenn ich sie sehe. Warum also behalten? Gerade weil wir wissen, dass wir Geld für nichts ausgegeben haben, sollten wir loslassen – statt uns jedes Mal aufs Neue darüber aufzuregen.

Bestes Beispiel: Shopping Queen. Dort müssen Bewerberinnen oft ihren größten Fehlkauf präsentieren. Im Idealfall gäbe es den gar nicht! Und wenn doch? Dann sollte er entweder nie gekauft worden sein – oder längst das Weite gesucht haben.

Das Buch „Magic Cleaning – Wie richtiges Aufräumen Ihr Leben verändert“ von Marie Kondo gibt’s hier bei Thalia*.

Nachhaltig ausmisten: So gibst du Dingen ein zweites Leben

Ausmisten heißt nicht einfach: Deckel auf, Sachen rein, Mülltonne zu. Viele Dinge lassen sich sinnvoll weiterverwenden – sei es durch Upcycling, Spenden oder Verkaufen.

  • Kleidung kann umgenäht, in der Altkleidersammlung gespendet oder online verkauft werden.
  • Haushaltswaren, Möbel & Deko finden über Flohmärkte, Kleinanzeigen oder Verschenk-Kisten neue Besitzer*innen.

Wer sich schwer damit tut, gut erhaltene Dinge wegzuwerfen, sollte sich bewusst machen: Es gibt nachhaltige Alternativen! Und der Jackpot beim Entrümpeln? Etwas verkaufen. Du schaffst Platz, bekommst Geld zurück – und hast dabei auch noch ein gutes Gefühl. Besser als wegwerfen – für dich und die Umwelt!

Auch lesen: Kleidung verstauen: So überwintert eure Sommermode richtig

Los geht’s: Dein Schlachtplan fürs Ausmisten! 🚀

Wichtigster Tipp: Macht euch einen Plan! Ausmisten ist kein Hexenwerk – aber man muss wissen, wo und wie man anfängt. Hier kommen die besten Ideen und Tipps für einen erfolgreichen Start!

#ausmisten: Die beste Methode nach Marie Kondo

Anstatt zimmerweise vorzugehen, empfiehlt Aufräum-Expertin Marie Kondo, nach Kategorien auszumisten – denn oft sind ähnliche Dinge über die ganze Wohnung verteilt. So bekommst du einen besseren Überblick und vermeidest, dass sich Unnötiges an anderer Stelle wieder ansammelt.

  • Kleidung – Alles aus Schränken und Schubladen holen, auf einen Haufen legen und bewusst entscheiden, was bleiben darf.
  • Bücher & Papiere – Alte Zeitschriften, Rechnungen oder ungelesene Bücher aussortieren.
  • Kleinkram (Komono) – Kosmetik, Deko, Küchenutensilien, Technik-Gadgets – hier schlummert oft viel Unnötiges!
  • Sentimentales – Erinnerungsstücke wie Fotos oder Briefe erst zum Schluss ausmisten, wenn du Übung hast.

Tipp: Frag dich bei jedem Gegenstand: „Macht mich das glücklich?“ Wenn nicht, darf es gehen!

Achtung vor „Wegsortieren“ statt Ausmisten!
Manchmal kaufen wir einfach Kisten und Aufbewahrungssysteme, um Dinge aus dem Blickfeld zu räumen. Aus den Augen, aus dem Sinn? Leider nicht – sie nehmen weiterhin Platz weg und liegen ungenutzt herum.

Das Ziel ist nicht, alles nur unsichtbar unterzubringen – sondern wirklich auszumisten! Also ran an die Karteileichen, die nur Platz fressen – und weg damit!

Auch lesen: 7 Profi-Tricks für mehr Ordnung im Schrank

Tipp 1: Alles ausräumen und auf einen Haufen legen
Diese Methode ist typisch für Marie Kondo! Sie empfiehlt, alle Gegenstände einer Kategorie (z. B. Kleidung oder Bücher) aus Schränken, Schubladen und anderen Ecken zu holen und auf einem großen Haufen zu sammeln. Warum? Weil der Berg an Zeug dir bewusst macht, wie viel du wirklich besitzt – und das erleichtert das Loslassen.

Tipp 2: Klein anfangen, wenn es zu viel wird
Marie Kondo rät zwar dazu, nach Kategorien statt nach Räumen auszumisten, aber sie weiß auch: Manchmal kann das überwältigend sein. Wenn dich ein ganzer Berg an Klamotten abschreckt, kannst du dich auf eine Unterkategorie beschränken – z. B. erst mal nur Hosen oder Pullover aussortieren. Das hilft, ins Tun zu kommen, ohne überfordert zu sein.

Fazit: Diese Tipps folgen Marie Kondos Prinzipien, lassen aber genug Flexibilität für alle, die sich langsam ans Ausmisten herantasten wollen.

Auch lesen: Kleiderschrank ausmisten: Die besten Tricks, damit es schnell geht

#ausmisten: Warum Raum für Raum nicht die beste Strategie ist

Nach und nach ein Zimmer nach dem anderen auszumisten, klingt erstmal logisch. Aber genau hier liegt das Problem: Viele Dinge sind in mehreren Räumen verstreut, sodass du immer wieder auf dieselbe Kategorie triffst und doppelte Entscheidungen treffen musst.

Marie Kondo empfiehlt stattdessen, nach Kategorien vorzugehen – also zum Beispiel zuerst alle Kleidungsstücke, dann Bücher, dann Papierkram usw. Das sorgt für mehr Klarheit und verhindert, dass du Dinge nur von einem Raum in den nächsten schiebst.

Schwierige Fälle: Keller, Abstellkammern & Wandschränke
Hier lagern oft Dinge, die du schon mehrfach nicht ausgemistet hast. Jetzt heißt es radikal ehrlich sein:

  • „Das ist doch noch gut“ oder „Vielleicht brauche ich es irgendwann“ sind keine Gründe, um etwas weiter aufzubewahren.
  • Stell dir stattdessen die Frage: „Nutze ich es wirklich?“ Wenn es jahrelang unberührt im Schrank lag, ist die Antwort eigentlich klar.

Auch lesen: Ausmisten, aber richtig: Von diesen 9 Dingen habt ihr garantiert zu viele

#ausmisten: Die richtigen Fragen für deine Entscheidung

Beim Aussortieren kann es schwerfallen, sich von Dingen zu trennen. Diese vier Fragen helfen dir dabei, eine klare Entscheidung zu treffen:

  • Funktioniert das noch – für seinen ursprünglichen oder einen anderen Zweck?
  • Wann habe ich es zuletzt benutzt?
  • Werde ich es realistisch nochmal brauchen?
  • Wenn nicht: Wer könnte noch Freude daran haben?

Buchtipp: Feng Shui gegen das Gerümpel des Alltags: Richtig ausmisten – Gerümpelfrei bleiben Kindle Ausgabe, von Karen Kingston, -> jetzt hier bei Amazon ansehen*

So sortierst du deine Sachen richtig

Basierend auf deinen Antworten kannst du alles in drei Hauptkategorien einteilen:

  • Behalten – Diese Dinge werden sorgfältig eingeräumt und bekommen ihren festen Platz.
  • Noch unsicher – Diese Gegenstände bleiben erstmal separat, damit du später eine endgültige Entscheidung treffen kannst.
  • Weggeben – Alles, was du nicht mehr brauchst, wird weiter unterteilt:
    • Dinge zum Entsorgen – In die Mülltonne oder den Sperrmüll (Wertstoffe bitte richtig trennen!).
    • Spenden – Für soziale Einrichtungen oder gemeinnützige Organisationen.
    • Verschenken – Für Freunde, Familie oder Nachbarschaftsgruppen.
    • Verkaufen – Alles, was noch einen Wert hat, kann online oder auf dem Flohmarkt verkauft werden.

Tipp: Nutze drei Kisten und einen Müllsack, um direkt Ordnung ins Chaos zu bringen. So bleibt das Ausmisten übersichtlich – und du siehst sofort Ergebnisse! 🚀

Auch lesen: Lesetipp: Gebrauchte Kleidung verkaufen: So holt ihr das meiste Geld raus

Was bleiben darf? Erinnerungsstücke mit Herz!

Natürlich gibt es Dinge, die keinen praktischen Zweck haben – aber trotzdem ungemein wertvoll sind: Erinnerungsstücke.

Wenn ein Gegenstand dich an einen besonderen Menschen, eine Situation oder eine Lebensphase erinnert und dir wirklich am Herzen liegt, dann darf er bleiben.

Erinnerungsstücke haben einen emotionalen Wert. Behalte bewusst ausgewählte Dinge, die dir wirklich wichtig sind – aber hinterfrage, ob du alles brauchst.

Buchtipp: Frau Magnussons Kunst, die letzten Dinge des Lebens zu ordnen – Gebundene Ausgabe – 21. März 2018 -> jetzt bei Thalia kaufen*

Das Ziel: Mehr Platz, mehr Freude!

Sobald ihr euch von unnötigem Ballast befreit habt, werdet ihr es sofort spüren: Keine chaotischen Ecken mehr, keine überquellenden Schränke – stattdessen Ordnung, Übersicht und ein echtes Wohlfühlgefühl.

Alles hat seinen festen Platz, ihr findet Dinge schneller und müsst weniger aufräumen. Klingt gut, oder?

Damit das so bleibt: Frage dich bei neuen Dingen, ob du sie wirklich brauchst und vor allem, ob sie dich glücklich machen. Das klingt vielleicht streng, verhindert aber, dass sich das Chaos wieder einschleicht – und hilft gleichzeitig, bewusster zu konsumieren.

Und jetzt? Viel Spaß beim Ausmisten! Denn es lohnt sich – und fühlt sich richtig gut an.

*Affiliate-Links