Inhaltsverzeichnis
- Wie erkenne ich Papierfischchen?
- Was zieht Papierfischchen an?
- Welchen Schaden richten Papierfischchen an?
- Sind Papierfische gefährlich?
- Papierfischchen oder Silberfischchen – was ist der Unterschied?
- Wie wird man Papierfischchen los?
Du bist im Wohnzimmer und plötzlich huscht da etwas über den Boden – klein, silbrig-braun und blitzschnell. Klarer Fall: ein Silberfischchen, oder? Nicht unbedingt. Bei genauerem Hinsehen kann es sich nämlich auch um ein sogenanntes Papierfischchen handeln.
Und das macht einen großen Unterschied: Während Silberfischchen vor allem in Badezimmern vorkommen und eher harmlos sind, können Papierfischchen echten Schaden anrichten, besonders, wenn du viele Bücher, Kartons oder Unterlagen zu Hause hast.
Wie erkenne ich Papierfischchen?
Achte auf die Größe, die matte Farbe und die langen Antennen am Körperende. Sie sind größer als Silberfischchen und wirken „drahtiger“.
Papierfischchen (lateinisch Ctenolepisma longicaudata) sind flügellose Insekten, die zur Familie der Fischchen gehören – genau wie das bekannte Silberfischchen. Seit etwa 2007 treten sie vermehrt in deutschen Haushalten auf und gelten als Materialschädlinge. Sie sind etwa 15 Millimeter lang, matt-braun gefärbt und besitzen drei auffällig lange, fadenartige Fortsätze (sogenannte Filamente) am Hinterleib, die so lang sein können wie der Körper selbst.
Was zieht Papierfischchen an?
Papier, Karton, Tapeten, Bücher, Hautschuppen – alles, was stärkehaltig ist, steht auf dem Speiseplan der kleinen Insekten.
Papierfischchen kommen meist unbemerkt ins Haus, zum Beispiel über Bücher vom Flohmarkt, alten Kartons, Umzugskisten oder Verpackungsmaterialien. Auch Baumaterialien können die winzigen Mitbewohner beherbergen.
Anders als Silberfischchen bevorzugen Papierfischchen keine feuchten Räume, sondern lieben es trocken und warm. Deshalb findet man sie nicht im Bad, sondern eher in Wohnzimmern, Schlafzimmern oder Arbeitszimmern, also überall dort, wo sich viele Bücher, Papiere oder Kartons befinden.
Welchen Schaden richten Papierfischchen an?
Papierfischchen gelten als Materialschädlinge. Sie ernähren sich von stärkehaltigen Materialien wie Papier, Pappe, Tapetenkleister oder auch Buchleim. Das macht sie besonders gefährlich für Archive, Bibliotheken und Museen, aber auch für Privathaushalte mit vielen Büchern oder wichtigen Unterlagen.
Das Tückische daran: Sie verstecken sich tagsüber gut und vermehren sich langsam, aber stetig. Wird der Befall nicht frühzeitig erkannt, können sie über Jahre hinweg Schaden anrichten.
Sind Papierfische gefährlich?
Auch wenn der Gedanke an kleine Insekten im Bücherregal wenig einladend ist – gesundheitlich musst du dir keine Sorgen machen. Papierfischchen gelten nicht als gefährlich für den Menschen. Sie übertragen keine Krankheiten und ihr Erscheinen hat nichts mit mangelnder Hygiene zu tun.
Papierfischchen oder Silberfischchen – was ist der Unterschied?
Lebensraum: Silberfischchen bevorzugen feuchte Räume wie Bad oder Küche. Papierfischchen mögen es trocken und warm.
Größe und Farbe: Papierfischchen sind mit etwa 15 mm etwas größer und brauner als Silberfischchen. Sie haben außerdem längere Antennen und Schwanzanhänge. Silberfischchen sind 10–12 mm lang, silbrig-glänzend und haben kürzere Fühler.

Schaden: Silberfischchen sind meist harmlos. Papierfischchen können echte Schäden anrichten.
Nahrung: Papierfischchen ernähren sich von Karton, Papier, Fotos, etc. Silberfische von Krümeln, Haaren, Hautschuppen.
Verhalten: Beide Insekten sind lichtscheu, nachtaktiv und verstecken sich gerne in Fugen und Ritzen.
Allerdings lassen sich Papierfischchen im Gegensatz zu Silberfischchen auch eher mal tagsüber blicken. Ein weiteres wichtiges Unterscheidungsmerkmal: Papierfischchen klettern auch an Wänden hoch, Silberfischchen nicht. Entdeckst du also eines der kleinen Insekten an deiner Tapete, handelt es sich mit großer Wahrscheinlichkeit um einen Papierfisch.
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Wie wird man Papierfischchen los?
Papierfischchen wieder loszuwerden, ist leider nicht ganz einfach. Die Insekten verstecken sich in winzigen Ritzen, hinter Möbeln, in Bücherregalen oder Kartons. Außerdem kommen sie monatelang ohne Nahrung aus und sind deshalb besonders hartnäckig.
Wer Papierfischchen aus seiner Wohnung verbannen möchte, sollte möglichst viele ihrer Rückzugsorte beseitigen. Das heißt: Spalten und Ritzen abdichten, Kartons und Papierstapel nicht lang aufheben, und regelmäßig gründlich saugen, vor allem hinter Möbeln und in Ecken (einen flexiblen Staubsauger mit schmalem Aufsatz findest du hier bei Amazon*).
Bewahre wichtige Dokumente luftdicht in Kunststoffboxen auf, damit das Ungeziefer nicht herankommt. Auch hilft es, das Raumklima unregelmäßig zu halten – also regelmäßig zu lüften und nicht konstant zu heizen. So wird die Umgebung für die Tiere unattraktiv.
Wenn trotz aller Vorsichtsmaßnahmen immer wieder Papierfischchen auftauchen, hilft nur noch ein Anruf beim professionellen Schädlingsbekämpfer. Besonders bei starkem oder langanhaltendem Befall, oder wenn mehrere Wohnungen betroffen sind, sollte gemeinsam mit der Hausverwaltung nach einer Lösung gesucht werden. Fachbetriebe kennen effektive Methoden zur Bekämpfung und setzen auf umweltfreundliche, sichere Verfahren.
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