Wer seinen Garten neu gestaltet, sollte nicht nur bei farbenfrohen Blumen und Stauden stehen bleiben – ein Abstecher zu den Ziergräsern lohnt sich auf jeden Fall.
Mit ihren schmalen, schwungvollen Blättern bringen sie Bewegung und Leichtigkeit ins Beet und sorgen für eine moderne, natürliche Ästhetik. Das Beste: Viele Ziergräser sind extrem pflegeleicht – ideal also für alle, die mit wenig Aufwand stilvolle Akzente setzen möchten.
Ziergräser sind viel mehr als Lückenfüller. Sie lassen sich hervorragend als Sichtschutz, Beetbegrenzung oder als ruhiger Gegenpol zu üppigen Blütenpflanzen einsetzen. Und einige Sorten wie das Lampenputzergras oder das Chinaschilf werden selbst zum echten Hingucker – ganz ohne laute Farben, aber mit umso mehr Wirkung.
Hier kommen 5 wunderschöne Ziergräser, die alle Blicke auf sich ziehen:
1. Blauschwingel (Festuca glauca)
Der Blauschwingel (Festuca glauca) ist mit seinen graublauen Halmen ein beliebtes Ziergras, das sich besonders für kleine, sonnige Flächen als Bodendecker und als Farbtupfer in Steingärten eignet. Die Intensität der Färbung hängt dabei übrigens vom Standort der Pflanze ab – je karger und trockener der Platz, an dem der Blauschwingel steht, desto intensiver wird seine Färbung.

Die mehrjährigen, halbkugeligen Pflanzen werden 15 bis 30 Zentimeter groß und sind weitestgehend unempfindlich gegenüber Krankheiten und Schädlingen. Kombiniert sie im Garten mit anderen Pflanzen, die Trockenheit gut abkönnen, wie Mauerpfeffer oder Sonnenröschen.
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2. Mähnengerste (Hordeum jubatum)
Mähnengerste (Hordeum jubatum) besitzt dünne Ähren und sehr lange, silbrige Grannen, die sich im Wind leicht bewegen. Im Frühling sorgen sie für frisches Grün im modernen Garten, im Sommer färben sich die Spitzen rosa.
Das Ziergras wächst bis zu 60 cm hoch und braucht einen sonnigen, mäßig trockenen Standort. Ihr könnt euren Garten damit aufhübschen, indem ihr die Mähnengerste direkt ins Beet oder in große Kübel pflanzt. In diesem Fall freut sich die Pflanze etwa alle vier Wochen über eine leichte Düngung.

Tipp: Mähnengerste eignet sich prima, um damit Blumensträuße aufzulockern und lässt sich toll trocknen.
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3. Lampenputzergras (Pennisetum alopecuroides)
Auch Lampenputzergras (Pennisetum alopecuroides) ist ein echter Hingucker in jedem Garten. Das Ziergras beeindruckt durch seine dichten Blätterhorste und den fedrig-flauschigen Blütenähren, die sich je nach Sorte in Farbe und Wuchs unterscheiden. Die Sorte „Cassian“ blüht zum Beispiel elfenbeinfarben, die von „Moudry“ sind dunkelviolett.

Die meisten Arten sind übrigens mehrjährig und winterhart. Pflanzt das Lampenputzergras aber am besten mit ausreichend Abstand zu anderen Pflanzen, damit seine üppige Halbkugel im Garten gut zu Geltung kommt. Auch in schlichten Kübeln sorgt das Ziergras für einen modernen Touch, wie in diesen von Lidl und Maisons du Monde*:
4. Engelshaar-Federgras (Stipa tenuissima)
Woher das Engelshaar-Federgras (Stipa tenuissima) seinen Namen hat, kann man sich beim Anblick der silbernen, dünnen Blütenrispen denken – die sehen nämlich Haaren sehr ähnlich und bewegen sich im leichten Wind einfach wunderschön. Besonders toll ist die Wirkung, wenn man das Ziergras in Gruppen pflanzt.

Übrigens ist das Federgras auch im Winter ein Hingucker im Garten, denn die Staude ist winterhart bis zu Temperaturen von ca. –15 Grad Celsius. Ein weiterer Vorteil: Die Pflanze erträgt Hitze ebenfalls prima und eignet sich perfekt für Steingärten oder auf Felssteppen mit Kies und Schotter, die besonders in modern angelegten Gärten beliebt sind.
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5. Zebra-Chinaschilf (Miscanthus sinensis Zebrinus)
Dieses Ziergras hebt sich optisch definitiv von anderen Gräsern ab. Die Chinaschilf-Sorte „Zebrinus“ hat gelbe Querstreifen auf seinen bambusartigen Halmen, wodurch die Pflanze ein absoluter Hingucker im Garten ist und sich vor bunten Blumen nicht verstecken muss.

Das immergrüne „Zebra-Schilf“ mag nährstoffreiche, feuchte Böden, ist pflegeleicht, winterhart, liebt die Sonne und wird zwischen 150 und 200 cm hoch. Pflanzt das Ziergras zum Beispiel in die Nähe eures Teiches ein, falls ihr einen habt. Das hübsche Ziergras macht sich aber auch in großen Töpfen toll und ziert Gärten und Terrassen gleichermaßen.
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Lavendel sieht nicht nur schön aus und ist pflegeleicht, sondern hält mit seinem Duft auch Schnecken fern.

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Frauenmantel kann als pflegeleichter Bodendecker gesetzt werden, der als Schneckenschutzzaun wirkt.

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Rainfarn (Tanacetum vulgare) ist eine mehrjährige Pflanze, die in vielen Teilen der Welt wild wächst. Sie bevorzugt sonnige Standorte und ist pflegeleicht.

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Mediterrane Pflanzen wie Rosmarin, Thymian und Salbei brauchen wenig Wasser und gedeihen auch in praller Sonne prächtig. Noch dazu halten sie Schnecken fern.

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Mädchenauge gedeiht an sonnigen Standorten mit durchlässigem Boden. Pflegeleicht aufgrund seiner Anpassungsfähigkeit an verschiedene Boden- und Klimabedingungen.

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Fetthenne bevorzugt sonnige Standorte mit gut durchlässigem Boden. Sie hat eine hohe Trockenheitstoleranz und geringe Ansprüche an die Bodenqualität.

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Katzenminze bevorzugt sonnige Standorte mit gut durchlässigem Boden. Sie muss selten gegossen werden.

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Rosmarin bevorzugt sonnige Standorte mit gut durchlässigem Boden. Er ist resistent gegenüber Schädlingen und braucht nur wenig Wasser.