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Die 5:2-Diät: Einfach abnehmen mit 2 Fastentagen pro Woche?

Abnehmen mit der 5:2 Diät
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Vorab im Video: Wer diese Diät-Fehler macht, nimmt langsamer ab

Die 5:2-Diät gilt als neue Geheimwaffe gegen hartnäckige Pfunde: Zwei Tage fasten, fünf Tage schlemmen. Wir verraten euch, was es mit dem Abnehm-Konzept auf sich hat.

Die 5:2-Diät, auch bekannt als Mosley-Diät, soll Einfachheit mit Effektivität verbinden. Es handelt sich hier um eine bestimmte Form des Intervallfastens, dank der du ohne strikte Regeln abnehmen sollst. Einfach, indem du an fünf Tagen normal isst und an zwei Tagen kalorienreduziert fastest.

Doch wie genau funktioniert diese Diät, was darf man essen, und welche Erfahrungen gibt es mit der Methode? Hier findest du alle Antworten.

Was ist die 5:2-Diät?

Die 5:2-Diät wurde durch Dr. Michael Mosley bekannt, der das Konzept in seinem Buch „The Fast Diet“ vorstellte. Im Kern geht es darum, an fünf Tagen in der Woche normal zu essen und an zwei nicht aufeinanderfolgenden Tagen die Kalorienzufuhr auf 500 bis 600 Kalorien zu reduzieren.

Diese Diätform soll den Gewichtsverlust fördern, die Insulinsensitivität verbessern und kann langfristig positive Auswirkungen auf die Gesundheit haben.

Die wichtigsten Regeln:

  • Fünf Tage normale, gesunde Ernährung (ca. 2000 Kalorien für Frauen, 2500 für Männer).
  • Zwei Fastentage mit maximal 500 Kalorien für Frauen und 600 Kalorien für Männer.
  • Viel trinken: Wasser, Tee oder schwarzer Kaffee.

Die wissenschaftlichen Grundlagen der 5:2-Diät

Eine Studie der Universitätsklinik Manchester verglich verschiedene Diätansätze. Die 5:2-Methode zeigte dabei besonders gute Ergebnisse. Teilnehmer, die nach diesem Prinzip fasteten, verloren doppelt so viel Gewicht wie solche, die sich dauerhaft kalorienreduziert ernährten. Auch der Bauchfettanteil verringerte sich signifikant.

Langfristig kann die 5:2-Diät das Risiko für Krankheiten wie Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und sogar einige Krebsarten senken. Die Reduktion der Kalorien an den Fastentagen setzt zudem positive Reize im Stoffwechsel und hilft, den gefürchteten Jo-Jo-Effekt zu vermeiden.

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An den fünf „Nicht-Fastentagen“ kannst du essen, was du möchtest – wobei eine ausgewogene, gesunde Ernährung empfohlen wird. Die Fastentage sind die entscheidenden Punkte der Diät. An diesen Tagen reduziert sich die Nahrungsaufnahme auf:

  • Frauen: 500 Kalorien.
  • Männer: 600 Kalorien.

Die Fastentage müssen nicht aufeinanderfolgen. Du kannst sie flexibel in deine Woche einplanen, z. B. Montag und Donnerstag. Wichtig ist, dass die Kalorienzufuhr an diesen Tagen nicht überschritten wird.

Was darf man an den zwei Fastentagen essen?

Kalorienarme, nahrhafte Lebensmittel stehen im Fokus. Besonders geeignet sind:

  • Viel Gemüse (z. B. Zucchini, Paprika, Spinat).
  • Eiweißhaltige Lebensmittel wie Hühnerbrust, Fisch oder Tofu.
  • Ballaststoffreiche Lebensmittel wie Linsen oder Haferflocken in kleinen Mengen.
  • Ungesüßte Getränke wie Tee oder Kaffee.

Eine Beispielmahlzeit könnte so aussehen:

  • Frühstück: Ein hartgekochtes Ei mit einer kleinen Scheibe Vollkornbrot (ca. 150 Kalorien).
  • Abendessen: Gegrilltes Gemüse mit einer kleinen Portion Hähnchenbrust (ca. 350 Kalorien).

Was darf man an den „Nicht“ Fastentagen essen?

Wer jetzt glaubt, an den Nicht-Fastentagen ohne Ende schlemmen zu dürfen, täuscht sich. Auch an diesen Tagen sollte man auf eine gesunde, ausgewogene Ernährung mit viel frischem Gemüse und Obst sowie genügend Eiweiß achten. Obst und Gemüse sollten bei jeder Mahlzeit dabei sein.

Das Motto lautet: Essen ja, aber nicht überfressen! Fast-Food, zuckerhaltige Getränke und Schokolade sollten nur in Maßen gegessen werden.

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500 Kalorien während der Fastentage

Kalorien zählen ist an den Fastentagen nicht nötig, denn es gibt keine Vorgaben, was gegessen werden darf. Ob Kohlenhydrate, Fett oder Eiweiß – jeder kann ganz nach seinen Vorlieben essen. Am besten sind allerdings Lebensmittel geeignet, die viele Ballaststoffe und Proteine enthalten.

Kohlenhydrate sind da weniger gut, da sie nicht so lange satt machen. Und schließlich habt ihr nur 500 Kalorien am Tag zur Verfügung.

Im Klartext heißt das: Viel Gemüse, Obst und Fisch. Wichtig ist zudem – wie bei jeder anderen Diät auch – dass ihr viel trinkt. Wasser und Tee sind ideal und sorgen für ein Sättigungsgefühl.

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Das Kurzzeitfasten sorgt im Stoffwechsel für positive Impulse. Dadurch kommt es nicht so leicht zum gefürchteten Jo-Jo-Effekt, da der Körper sich nicht an den Mangel gewöhnen kann.

Rezeptideen für die Fastentage

Speck-Ei-Muffins zum Frühstück: 165 kcal/Stück

Speck-Ei-Muffins sind großartig zum Frühstück und das Beste daran: Sie sind super einfach zuzubereiten und in wenigen Minuten fertig.

Ihr braucht (6 Portionen):

  • 12 Scheiben Speck
  • 3 Scheiben Toastbrot
  • 6 Eier
  • 1 Prise Salz und Pfeffer
  • Schnittlauch
  • Muffinblech oder Muffinförmchen

Und so geht’s:

  • Backofen auf 200 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen.
  • Die Vertiefungen des Muffinblechs bzw. der Muffinförmchen am Rand mit Speck auslegen.
  • Nun die Toastscheiben entrinden und zerbröseln. Die Brösel zu dem Speck in die Muffinform geben und fest drücken.
  • Die Eier auf die Muffins verteilen.
  • Das Ganze nun auf der mittleren Schiene im Backofen etwa 10 bis 15 Minuten backen. Die Muffins sind fertig, wenn das Eiweiß geronnen ist.
  • Schnittlauch klein hacken und die fertigen Muffins damit garnieren.

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Hackfleisch-Gemüse-Pfanne: 329 kcal/Portion

Ihr braucht (2 Portionen):

  • 150 g Champignons
  • 1 Paprika
  • 1/2 Zucchini
  • 350 Gramm Hackfleisch
  • 1 kleine Zwiebel
  • 1 Knoblauchzehe
  • 200 ml heißes Wasser
  • 1/2 Gemüsebrühewürfel
  • Salz und Pfeffer zum Würzen

Und so gelingt die Zubereitung:

  • Heißes Wasser und Gemüsebrühewürfel vermischen, sodass eine konzentrierte Brühe entsteht.
  • Gemüse putzen, die Champignons in Scheiben und die Paprika und Zucchini in Würfel schneiden. Die Zwiebel und den Knoblauch fein klein schneiden.
  • Hackfleisch mit etwas Öl in einer Pfanne anbraten. Danach die Zwiebeln und den Knoblauch hinzugeben.
  • Anschließend alles aus der Pfanne nehmen und das Gemüse anbraten.
  • Hackfleisch-Zwiebel-Gemisch wieder hinzugeben und mit der Gemüsebrühe ablöschen. Die Mischung unter gelegentlichem Umrühren köcheln lassen, bis die Flüssigkeit verdampft ist.
  • Danach mit Salz und Pfeffer würzen. Fertig!

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Erfahrungen mit der 5:2-Diät: Vorher-Nachher

Viele Anwender berichten von positiven Erfahrungen mit der 5:2-Diät. Abnehmerfolge von 5 bis 10 Kilogramm in wenigen Monaten sind keine Seltenheit. Auch langfristig bleibt das Gewicht stabil, da der Stoffwechsel nicht verlangsamt wird. Die flexible Gestaltung der Fastentage macht es zudem leicht, die Diät in den Alltag zu integrieren.

Häufig gestellte Fragen zur 5:2-Diät

Was ist die Mosley 5:2-Diät?
Sie wurde von Dr. Michael Mosley entwickelt und kombiniert normale Ernährung mit Fastentagen.

Wie viel kann man mit der 5:2-Diät abnehmen?
Je nach Ausgangsgewicht und Kalorienbilanz sind Verluste von 0,5 bis 1 Kilogramm pro Woche realistisch.

Ist die 5:2-Diät gesund?
Ja, Studien zeigen, dass intermittierendes Fasten positive Effekte auf den Stoffwechsel und die allgemeine Gesundheit hat.

Was ist die Longo 5:2-Diät?
Eine Variante, bei der an den Fastentagen vor allem pflanzliche Lebensmittel wie Suppen und Smoothies konsumiert werden.

Fazit: Warum die 5:2-Diät so beliebt ist

Die 5:2-Diät kombiniert Flexibilität mit Effektivität. Sie ist leicht umsetzbar, vielseitig und nachhaltig. Mit der richtigen Planung und gesunden Lebensmitteln kann diese Diät eine effektive Methode sein, Gewicht zu verlieren und die Gesundheit zu verbessern. Probier es aus – und entdecke die Vorher-Nachher-Veränderungen, die diese Diät mit sich bringen kann!

Wichtiger Hinweis zum Schluss: So individuell wie dein Charakter ist auch dein Körper. Du selbst musst für dich herausfinden, welche Ernährungsweise und welche Trainingsform am besten zu dir passt. Lass dich nicht von anderen unter Druck setzen. Grundsätzlich gilt aber: Ein aktiver Lebensstil mit einer ausgewogenen Ernährung und viel Bewegung ist immer noch der beste Weg, um dauerhaft fit zu bleiben und ein gesundes Gewicht zu erreichen bzw. zu halten.